Balleimertraining im Schülerbereich

Das Balleimertraining im Schülerbereich sollte einen festen Bestandteil im Schülertraining einnehmen.

1. Was bezeichnet man als Balleimertraining?
Der Trainer nimmt sich einen Eimer oder Schüssel stellt diesen auf oder neben den Tisch und spiel gezielt Bälle zum Trainieren ein.

Um Ihnen die Möglichkeiten aufzuzeigen, habe ich für das Balleimertraining Daniel 5 Jahre alt ausgewählt.

<<< Daniel 5 Jahre >>>

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a) Vorteile
Der Trainer kann gezielt Bälle einspielen und das Tempo, die Platzierung bestimmen. Die Abhängigkeit, dass ein Ball retourniert wird entfällt. Dadurch das der Trainer eine große Anzahl an Bällen hintereinander einspielen kann, ergibt sich eine hohe Wiederholungszahl. Das Trainierte kann schnell erlernt werden und der Trainer kann sofort Fehler korrigieren. Wichtig ist, dass die Bälle präzise eingespielt werden.

Weiterhin können mehrere Schüler/innen in das Training eingebunden werden. Dies erfolgt nach folgendem Schema. Der Trainer spielt die Bälle ein, ein Schüler trainiert und ein oder zwei Schüler sammeln Bälle. Nach einem Durchgang wird gewechselt.
Ein weiterer Vorteil ist, dass das Balleimertraining für alle Zielgruppen eingesetzt werden kann.

b) Nachteile
Der große Vorteil des Balleimertrainings ist auch sein größter Nachteil. Durch die hohe Anzahl an Wiederholungen muss der Übende technisch sauber trainieren, ansonsten werden Technikfehler in das Spiel eingeschliffen.
Beim Balleimertraining hat der Trainer eine hohe Verantwortung, er muss auf alle technischen Kleinigkeiten achten, um bei der Technikschulung keine Fehler zu machen.

c) Ziele des Balleimertrainings
Die Ziele des Balleimertrainings sind vielfältig:
- Techniktraining
- Konditionstraining
- Erlernen der Lauftechniken
- Taktiktraining

2. Balleimertraining im Schülerbereich
Ich persönlich verwende das Balleimertraining im Schülerbereich, um die Tischtennis Technik zu trainieren. Da zum Beispiel der Vorhand-Topspin oder Rückhand-Topspin für Anfänger schwer zu erlernen ist, bietet sich das Balleimertraining hierfür an. Zuerst lasse ich einen guten Spieler leichte Konterbälle einspielen und ich übe mit dem Schüler die Bewegung des Topspins. Ist die Bewegung des Vorhand Topspin erlernt, lasse ich den Schüler alleine Spielen. Ich stelle mich aber hinter ihn und unterbreche sofort, wenn Fehler auftauchen oder Müdigkeit eintritt. Dann wird eine kleine Pause eingelegt und der Prozess beginnt von vorne. Wichtig: Immer erstmal zusammen mit dem Schüler die Bewegung üben, dann erst alleine Spielen. Ist die Vorhand Topspin Technik gefestigt, übernehme ich das Balleimer-Training. Ich spiele nach folgendem Schema die Bälle ein:

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 1. Vorhand Topspin gegen Konter

Die Bälle langsam einspielen und auf die richtige Technik achten.

Im Video sieht mann recht deutlich, dass Daniel mehr Schlagspin spielt. Weiterhin ist als Fehler zu sehen, dass die linke Schlaghand zu sehr gehoben wird.

2. Vorhand Topspin gegen Schupf
In einem zweiten Schritt wird der Vorhand Topspin gegen leichte Schupfbälle trainiert. Ziel ist es, dass der Schüler lernt Rotation zu spielen (der Sicherheitabstand zum Netz soll erhöht werden). Siehe oben: Der Schlagspin soll in einen Topspin mit Rotation umgewandelt werden.

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3. Vorhand Topspin gegen Schupf und Konter
Im dritten Schritt wird der Vorhand Topspin gegen leichte Schupfbälle und das Nachspielen mit einem Konterball trainiert. Ziel ist es, dass der Schüler lernt zu erkennen ob

  1. mit Rotation zu spielen (gegen Schupf)
  2. oder nach vorne gespielt werden muss (Konterball)

Hier werden zwei Techniken trainiert.

4. Rückhand Konter gegen Konter

4. Rückhand Konter und Vorhand Topspin gegen Konter

Hier wird die erste komplexe Übung trainiert, da unterschiedliche Techniken mit Beinarbeit kombiniert werden.

Dies stellt einen kleinen Ausschnitt aus dem großen Bereich des Balleimertrainings da.

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